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Torgau-Informations-Center
Markt 1
D-04860 Torgau

Telefon: (03421) 7014-0
Telefax: (03421) 7014-15
E-Mail: info(at)tic-torgau.de

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Aktuelle Pressemitteilungen

Mittwoch, 24. November 2010

Sündiger Christstollen

Bäckersfrau Sophie

Vom Fastengebäck zur Kalorienbombe

Torgau: Vor etwa 550 Jahren, im Mittelalter, war der Weihnachtsstollen noch ein
Fastengebäck aus Mehl, Wasser und Bierhefe. Er sollte durch seine Form an das
gewickelte Christkind erinnern, Geschmack war Nebensache. Der Torgauer
Hofküchenchef und Bäcker Heinrich Drasdow kam schließlich auf die Idee, dieses
Gebäck mit Zucker, Rosinen, Mandeln, Trockenfrüchten und Butter anzureichern.
Diese wertvollen Zutaten waren teilweise nur in einer Apotheke zu erhalten. So
grenzte sich die damalige Kundschaft auf die vermögendere Klientel ein. Außerdem
war es eine heikle Angelegenheit, zur Herstellung eines Fastengebäcks die vom
Papst geächteten tierischen Produkte wie Butter zu verwenden. Ein Zustand, der
auch den kurfürstlichen Brüdern Friedrich der Weise und Johann der Beständige
nicht geheuer war. Sie regierten damals von Torgau aus die weit verstreuten Gebiete
des sächsischen Kurlandes. Mit einem Schreiben an Papst Innozenz VIII. gelang es,
die bereits praktizierte Backweise nachträglich zu legalisieren. Rom beantwortete das
Ersuchen mit einem „Butterbrief“, nach dem gegen eine Spende das Verbot der
gehaltvollen Zutaten außer Kraft gesetzt wurde. In Torgau richtete man der
Überlieferung nach einen Butterkasten ein, um Geld für den Bau einer steinernen
Brücke über die Elbe zu sammeln. Das Infrastrukturprojekt konnte 1499 seiner
Bestimmung übergeben werden. Der Bäcker Drasdow erhielt einen Privilegienbrief für
seine Stollen-Kreation und darf heute als Erfinder oder zumindest Wiederentdecker
des gehaltvollen Weihnachtsgebäcks gelten, das wir heute als „Dresdner
Christstollen“ kennen. Schon in der heidnischen Germanenzeit kannte man
„Gebildebrote“, die Trockenfrüchte enthielten. Der Torgauer Bäcker verfeinerte also
uralte Rezepte und erschloss sich mutig eine Marktlücke. Am Dresdner Hof wurden
Stollen oder Striezel, wie sie dort zunächst genannt wurden, in ganz anderen
Größenordnungen gefertigt und verspeist. Der Stollen wurde immer besser und
bekannter. Der Legende nach sorgte auch die nuschelige Aussprache der Bewohner
dieses Elbabschnitts dazu, dass aus dem Drasdower Stollen schließlich der Dresdner
Stollen wurde.

Sophie klärt die Stollenfrage
Heutzutage führt eine „Bäckersfrau Sophie“ durch die Torgauer Altstadt. Sie erzählt
vom früheren Alltag in der Backstube und weiß viel über Fakten, Legenden und
Mythen zum Thema „wo kommt der Dresdner Stollen her?“.
Am 12. Dezember um 15:00 Uhr bittet Bäcker Frieder Francke zum Stollenanschnitt
auf den Torgauer Marktplatz. Dieser Bäcker verwendet ein Stollenrezept von Barbara
Wessner, einer Nachfahrin der Bäckerfamilie Drasdo.
Der Torgauer Märchenweihnachtsmarkt ist bereits ab Freitag, den 10. Dezember bis
19. Dezember täglich ab 11:00 Uhr geöffnet.

Ansprechpartner zum Thema „Herkunft des Dresdner Stollens“
Sabine Golke alias Bäckersfrau Sophie
Telefon: (0 34 21) 70 14 23
info@tic-torgau.de

Frieder Francke, Croissanterie Frieder Francke GmbH
Telefon: (0 34 21) 90 82 79
mobil: (0162) 984 66 57

Reinhard Lämmel, Gastronom, Buchautor und Küchenhistoriker
Telefon: (03 51) 46 68 60 66
mobil: (0172) 712 28 98
E-Mail: reinhard.laemmel@web.de

Buchbeispiele: " Das Sachsenkochbuch ", Husum Verlag, ISBN 978-3-89876-274-8
"Kulinarische Audienz am sächsischen Hof", Altis-Verlag, ISBN 3-910195-01-6

Download von Fotomaterial
http://www.liebmann-pr.de/referenzen/media_christstollen/mediadownloads.htm

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